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Leserkommentar in der Jungfrau Zeitung

Ein doppeltes Ja zur AHV 21

Das Sozialwerk AHV ist gefährdet, es klafft ein Finanzloch. Mit einem Ja zur Angleichung des Rentenalters der Frauen an jenes der Männer und zur Erhöhung der Mehrwertsteuer helfen wir, die Finanzierungslücken zu verhindern. Damit sichern wir die AHV auch für die nächste Generation. Die Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 erhalten einen Rentenzuschlag, wenn sie die Rente nicht vorbeziehen. Wo bleibt da die Ungerechtigkeit? Männer erhalten nur eine Witwerrente, wenn ihre Kinder noch nicht 18 Jahre alt sind. Männer müssen Militär oder Zivildienst leisten. Mit allerlei Fake News und Mythen will die SP diese Vorlage scheitern lassen, um dann einen Raubzug auf die zweite Säule, die berufliche Vorsorge, zu lancieren und eine staatliche Einheitsrente einzuführen. Die sozialistische Idee, alle erhalten den gleichen Lohn und die gleiche Rente geistert herum, obwohl sie in der Geschichte kläglich gescheitert ist. Sagen wir «Ja» am 25. September zur AHV 21, damit wir unsere bewährte Altersvorsorge in die Zukunft führen können.
Ami Bossard Gartenmann, Präsidentin SVP Matten b.I.


Medienmitteilung

Parolenfassung

Matten b. I., 1. Sept. 2022 – Anlässlich der Parteiversammlung fassten die Mitglieder der SVP Matten b. Interlaken die Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen und die kantonale Abstimmung vom 25. September 2022.  

Grossrat und Bauernverbandspräsident Hans Jörg Rüegsegger referierte über die Massentierhaltungsinitiative und erklärte, die Schweiz habe eines der strengsten Teirschutzgesetze weltweit und kenne die Massentierhaltung nicht, wie sie von den Befürwortern drastisch dargestellt werde. Die Initiative verlange, dass zukünftig in der Schweiz nur noch Bioprodukte produziert werden dürften. Dies führe zu einer Verteuerung der Produktion und bedeute, dass mehr Produkte importiert werden müssten. Diese erfüllten aber die Schweizer-Standards nicht. Das Ausland werde für den zu kleinen Schweizer Markt nicht umstellen und zudem erlauben internationale Verpflichtungen indirekte Importauflagen nicht. Schon heute herrsche ein Überangebot an Bioprodukten, da sich viele Leute die teuren Preise nicht leisten könnten. Einstimmig lehnten die Parteimitglieder diese unnötige Initiative ab. 

Für die Sanierung der AHV mit der Erhöhung des Rentenalters und der Mehrwertsteuer wurde mehrheitlich die Ja-Parole beschlossen. Kritisiert wurde vor allem die Erhöhung der Mehrwertsteuer, weil eine eigentliche Eskalation durch weitere Mehrwertsteuererhöhungen drohen. Einstimmig befürwortet wurde auch die Reform der Verrechnungssteuer, welche langfristig für den Finanzplatz Schweiz eine positive Wirkung haben wird und zu mehr Steuereinnahmen führe. 

Für die kantonale Vorlage: Stimmrechtsalter 16, welche 2009 vom Stimmvolk klar abgelehnt wurde, beschloss die SVP Matten einstimmig die Nein-Parole. Zivile Handlungsfähigkeit und politische Rechte müssten deckungsgleich sein. Es mache keinen Sinn über Verträge und Finanzierungen auf kantonaler und kommunaler Ebene abstimmen zu dürfen, solange man selbst keine Verträge und finanzielle Verpflichtungen ohne gesetzliche Vertreter eingehen könne. 

Kontakt: Ami Bossard Gartenmann, Präsidentin SVP Matten b.I., 079 465 67 33 


Leserkommentar in der Jungfrau Zeitung

Nein zur unnötigen Massentierhaltungsinitiative

Zur Eidgenössischen Volksabstimmung vom 25. September

Ami Bossard Gartenmann Präsidentin der SVP Matten

Erneut stimmen wir am kommenden 25. September über eine bürokratische Agrarinitiative ab. Diese fordert, dass alle Tierhaltungsbetriebe mindestens die Vorgaben betreffend Platzverhältnisse, Herdengrösse und Auslauf von «Bio Suisse» einhalten müssen. Dies würde bedeuten, dass zukünftig in der Schweiz nur noch Bio-Fleisch produziert werden könnte. Das tönt ja schön und gut und idealistisch – eine weitere links-grüne Träumerei und Zwängerei. Wir haben in der Schweiz eines der schärfsten Tierschutzgesetze weltweit. Massentierhaltung wie im Ausland gibt es bei uns nicht. Was wären die Konsequenzen dieser Vorlage? Um den Vorgaben gerecht zu werden, würde die Produktion von Fleisch, Eiern und Milch massiv verteuert. Auch könnte man in der Schweiz weniger tierische Lebensmittel produzieren, wegen Platzmangel und weiteren einschränkenden Regulierungen. Dies bedeutet, dass mehr Lebensmittel in die Schweiz importiert werden müsste. Unsere Zeit ist geprägt von Unsicherheit: Krieg, Energieversorgungslücken, Nahrungsmittelknappheit, Lieferkettenprobleme. Wir dürfen uns nicht noch mehr in unsichere Abhängigkeiten manövrieren. Eine Mehrheit der Konsumentinnen und Konsumenten können und wollen sich teurere Bio-Produkte nicht leisten, das zeigt das aktuelle Kaufverhalten. Lassen wir uns nicht weiter von Utopien leiten. Sri Lanka bezahlt seinen Bio-Boom mit chemischem Düngemittelverbot teuer: Politische Unruhen, Regierungsumsturz und Hungersnot sind die unbeabsichtigten Folgen. Setzen wir auf Bewährtes und sagen Nein zu dieser unnötigen Tierhaltungsinitiative.

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